Aktuelles
In der Sitzung vom 01. Juli 2014 hat der Gemeinderat gegen die Stimmen der Vertreter der Freien Wähler Taufkirchen einen Auftrag an das Büro für Organisations- und Gemeinwesenentwicklung von Prof. Thilo Klöck vergeben. Hierzu gibt es einen Presseartikel des Münchner Merkur unter dem Titel Mehr Leben in die Bude.
Zu den Gründen für die Ablehnung durch unsere Gemeinderatsmitglieder äußert sich sich Fraktionsvorsitzender Michael Lilienthal wie folgt:
Die Ablehnung der Beauftragung von Prof. Klöck hat nichts damit zu tun, dass die Freien Wähler das Projekt soziale Stadt kritisch begleiten, geschweige denn etwas gegen ein vernünftiges Quartiersmanagement hätten. Die Ablehnung der Beauftragung ist alleine der nicht überzeugenden zweimaligen Präsentation von Prof. Klöck geschuldet, über das, was er für ein Honorar von 80.000 € zzgl. Miete und Sachkosten in den nächsten zwei Jahren zu tun gedenkt. Genau dieser Prof. hatte zuvor analysiert, was Taufkirchen angeblich alles braucht und sein Angebot entsprechend abgestimmt. Ein Alternativ-Angebot wurde von der Gemeinde nicht vorgelegt. Prof. Klöck wollte dann mit Maßnahmen punkten, wie z. B. der Aktion Ramadama, die seit vielen Jahren in Taufkirchen ohnehin gibt. Da bereits in der Vergangenheit für viel Geld zwei Mal die Aktion soziale Stadt ohne Erfolg gestartet worden ist, hätten sich die Freien Wähler einmal neue bzw. andere Vorschläge erhofft.
Da die sogenannten Problemfälle, um die es letztlich geht, alle Gewofag-Wohnungen betreffen, ist es sicher auch nicht zielführend, diesen Vermieter zu beschimpfen, vielmehr muss dieser zwingend mit ins Boot geholt werden. Es wurden auch keine Lobeshymnen auf die Gewofag angestimmt, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass die Gewofag AG eine eigene Tochter hat, die sich um soziale Konflikte kümmert, was aber in der Gemeinde Taufkirchen bislang offensichtlich nicht bekannt war. Unabhängig davon hätten die Freien Wähler einer entsprechenden Beauftragung eines Prof. zugestimmt, wenn die Präsentation über das geplante Vorgehen stimmig und überzeugend gewesen wäre. Wir lehnen es ab, nicht überzeugende und nicht zu Ende gedachte Aufträge zu erteilen, nur um ein Alibi zu haben, dass man etwas tut.